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Denken durch Dialog

Veranstaltungen zum 40-jährigen Jubiläum der Hochschule für Philosophie in München

 

Where Hegel wasn’t Hegelian Enough: Sex, Rabble and Revolution.
Donnerstag, 24. November 2011, 19.30 Uhr
Gastvortrag von Prof. Dr. Slavoj Žižek (u.a. King’s College, London, Universität Ljubljana)

Der slowenische Philosoph und Kulturtheoretiker Slavoj Žižek wird zu uns kommen, um seine Sicht auf die Philosophie Hegels darzulegen. Žižek gilt als "radical leftist" und ist einer der meistrezipierten und gleichzeitig umstrittensten politischen Philosophen unserer Zeit. Theoretischer Hintergrund seiner Analysen sind besonders Werke deutscher Idealisten, die er mit dem Instrumentarium psychoanalytischer Philosophie auf philosophische und politische Fragen der Gegenwart anwendet.


Philosophische Reflexionen über die neuzeitliche Identitätsvorstellung
Sonntag, 11. Dezember 2011, 18.00 Uhr

Gastvortrag von Prof. Dr. Charles Taylor (McGill University, Montreal)
Charles Taylor gehört zu den international renommiertesten Philosophen der Gegenwart. In seinem Werk behandelt er viele zentrale Themen der Philosophie, so zum Beispiel die Fragen nach dem Menschen, seiner Sprache und Religion oder nach der Moral. Bei uns hält er einen Vortrag mit dem Titel: "Philosophische Reflexionen über die neuzeitliche Identitätsvorstellung." Hintergrund des Vortrages ist Taylors langjährige philosophische Beschäftigung mit menschlicher Identität. Er sucht insbesondere nach neuen Quellen von Identität, um problematischen Fehlentwicklungen moderner Gesellschaften entgegenzuwirken. Dabei spielen die Kategorien des "Selbst" und des "Guten" eine zentrale Rolle.


Philosophie im Dialog mit der Wirtschaft
Leadership. Herausforderungen an die Persönlichkeit einer Führungskraft.
Mittwoch, 14. Dezember 2011, 19.30 Uhr
Eine Diskussion zwischen Prof. Dr. Michael Bordt SJ (Vorstand des Instituts für Philosophie und Leadership der Hochschule für Philosophie) und Dr. Norbert Reithofer (Vorsitzender des Vorstands der BMW AG) mit Festakt zur Gründung des Instituts für Philosophie und Leadership. Moderation: Dr. Arno Balzer (Chefredakteur des manager magazins).

Wer andere Menschen führen möchte, muss sich selbst führen können: Dieser Grundsatz der Führungskräfteausbildung des Jesuitenordens wurde in den vergangenen drei Jahrzehnten auch von der Wirtschaft wiederentdeckt. Denn nicht nur Fachwissen, sondern auch eine gereifte Persönlichkeit ist für eine Führungskraft von entscheidender Bedeutung, um ein Unternehmen zukunftsweisend und verantwortungsvoll führen zu können. Prof. Dr. Michael Bordt SJ und Dr. Norbert Reithofer werden an diesem Abend aus philosophisch-jesuitischer Perspektive und aus der Perspektive des Vorstandsvorsitzenden eines Dax-Konzerns ihre Sicht auf gelungene Führung erläutern. Sie werden diskutieren, was wirklich wichtig ist, um als Führungspersönlichkeit erfolgreich tätig zu sein.


Philosophie im Dialog mit der Kirche
Glauben und Vernunft
Mittwoch, 18. Januar 2012, 19.30 Uhr
Eine Diskussion zwischen Prof. Dr. Harald Schöndorf (Professor für Erkenntnislehre und Geschichte der Philosophie an der Hochschule für Philosophie) und Bischof Dr. Gerhard Ludwig Müller (Vorsitzender der Ökumene-Kommission der Deutschen Bischofskonferenz)

Lassen sich der vertrauensvolle Glaube und die von der kritischen Vernunft geleitete Suche nach Wissen miteinander vereinbaren? Die Antwort des Christentums besteht in der engen Verbindung, die Theologie und Philosophie miteinander eingegangen sind. Aber die Philosophie hat auch die schärfsten Einwände gegen das Christentum vorgetragen. Gerade heutzutage werden die heftigsten Angriffe gegen das Christentum oft im Namen bestimmter wissenschaftlicher Positionen vorgetragen, hinter denen in Wahrheit philosophische Grundeinstellungen stehen. Die Philosophie spielt darum für die Kirche nicht nur im Zusammenhang mit der theologischen Ausbildung eine wichtige Rolle, sondern für den Dialog mit der Welt von heute überhaupt.


Philosophie im Dialog mit der Politik
Haben Religionen ein "Recht auf Anerkennung"?
Freitag, 3. Februar 2012, 18.00 Uhr
Eine Diskussion zwischen Dr. Michael Reder (Lehrstuhl für praktische Philosophie mit Schwerpunkt Völkerverständigung der Angela und Helmut Six Stiftung, Hochschule für Philosophie) und Bundesinnenminister Dr. Hans-Peter Friedrich

Die Veröffentlichung der "Mohammed-Karikaturen" durch den Zeichner Kurt Westergaard im Jahr 2005 hat insbesondere in der islamischen Welt einen Aufschrei der Empörung hervorgerufen, der bis heute nicht verstummt ist. Auch in Deutschland gibt es immer wieder offene Kontroversen um die Frage, wie das Recht auf freie Meinungsäußerung und das Recht auf Religionsfreiheit ausbalanciert werden können. Aus Sicht der Philosophie stellt sich zudem die Frage, welche Rolle kollektive Identitäten, wie es Religionen sind, in unserer demokratischen, aber auch pluralen Gesellschaft spielen können. Die Diskussion dieser philosophisch wie politisch höchst spannungsgeladenen Themen wollen wir an diesem Abend ein Stück weitertreiben.

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