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Symposion 2008

Klimawandel und globale Armut - 6./7. Juni 2008

Dokumentation des Symposions "Klimawandel und globale Armut", 6./7. Juni 2008

Im Bayerischen Fernsehen auf BR-alpha wurde am Samstag, dem 19. Juli 08, um 22.30 Uhr in der Sendung "Denkzeit" unter dem Titel "Klimawandel und weltweite Armut" das Schlusspodium des Symposions mit allen Referenten in voller Länge gesendet. 

Der Bayerische Rundfunk sendete folgende Rundfunksendungen über das Symposion "Klimawandel und globale Armut":

Das Buch zum Symposion ist im Mai 2009 im Kohlhammer-Verlag erschienen (Dokumentation der Beiträge und Diskussionen).

Hier finden Sie Fotos vom Symposion.

 

Hintergrund: Thema und Referenten des Symposions

Hintergrund:

Die Industriestaaten sind die Hauptverursacher des Klimawandels, die Armen in den Ent­wick­lungs­län­dern werden aber von den Auswirkungen besonders betroffen sein. Diese asymmet­ri­sche Ver­tei­lung lässt einen Aus­gleich für entstandene und zukünftig entstehende Schä­den berechtigt erscheinen. Noch wichtiger ist die Frage, wer die Atmosphäre, deren Auf­nah­me­ka­pa­zität für Treibhausgase sich als begrenzt erweist, in wel­chem Umfang nutzen darf. Die wirtschaftliche Entwicklung der Industriestaaten war hauptsächlich durch die Nutzung von Kohle, Öl und Gas getragen. Auch die Entwicklungsländer beanspruchen das Recht, für ihre wirt­schaft­liche Entwicklung fossile Ener­gie­ressourcen nutzen zu können, und damit ein Recht auf Nutzung der Atmosphäre. Dieser Konflikt wird im Kontext der Globalisierung verschärft durch politische Faktoren und Entwicklungen, welche die Fähigkeit der einzelnen Länder zur eigenständigen Entwicklung und wirk­samen Armutsbekämpfung wesentlich beeinflussen. Daher müssen neben der Umwelt- und Klimapolitik auch Perspektiven der Ent­wick­lungspolitik, Energiepolitik, Agrarpolitik und Handelspolitik einbe­zogen werden. Grundlage für eine integrierte und in­ter­disziplinäre Behandlung des Klimawandels und seiner Auswirkungen mit dem Ziel, ethisch vertretbare Optionen für seine Begrenzung zu entwickeln, ist eine – bisher weitgehend vernachlässigte – systematische ethische Reflexion.

 

Das Forschungs- und Studien­pro­jekt der Rottendorf-Stiftung widmet sich einer interdisziplinären Analyse der beiden globalen Herausforderungen des Wohlstandsgefälles zwischen Nord und Süd sowie der weltweiten Bedrohung der natürlichen Lebensgrundlagen. Es erörtert Strategien für mehr globale Solidarität. Dabei liegt ein besonderes Augenmerk auf kulturellen und religiösen Wertvorstellungen. Das Symposion am 6./7. Juni ging entsprechend aus interdisziplinärer Perspektive Fragen nach wie: Was sind die Fol­gen des Klimawandels und wie beeinflusst dieser die Fähigkeit zur Armutsbekämpfung? Was sind die zentralen ethischen Fragen, die sich im Kontext von Vermeidung des Klimawandels einerseits und Anpassung an den Klimawandel andererseits stellen? Was sind geeignete ethische Ansätze und Maßstäbe, die für den Zusammenhang von Klimawandel und Armutsbekämpfung eine gerechte Verteilung von Aufgaben und Lasten (in intra- wie intergenerationeller Perspektive) ermöglichen? Welche Perspektiven bietet das Völkerrecht für den Klimaschutz und die Vermeidung eines gefährlichen Klimawandels? Was sind geeignete Strategien, tech­ni­sche Optionen und In­stru­mente einer glo­ba­len Klima- und Energiepolitik, welche die nationalen und inter­na­tionalen Be­mü­hungen zur Überwindung von Armut und Unter­ent­wicklung nachhaltig unterstützen?

Referenten:

Prof. em. Dr. Hartmut Graßl, MPI für Metereologie, Hamburg

Prof. Dr. Johannes Müller, SJ, Hochschule für Philosophie, München

Prof. Dr. Lukas Meyer, Institut für Philosophie, Universität Bern

Prof. Dr. Ottmar Edenhofer, Potsdam Institut für Klimafolgenforschung

 

Gesprächspartner:

Dr. Martin Bröckelmann-Simon, Geschäftsführer, Bischöfliches Hilfswerk Misereor e.V., Aachen.

Thomas Loster, Geschäftsführer, Münchener Rück Stiftung „Vom Wissen zum Handeln“.

Leitung:

Prof. Dr. Dr. Johannes Wallacher, Leiter des Forschungs- und Studienprojekts der Rottendorf-Stiftung an der Hochschule für Philosophie, München.

 

Link zur Projekthomepage "Klimawandel und Gerechtigkeit" (IGP, PIK, Misereor, Münchener Rück Stiftung).

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