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Rückblick 2000

Rückblick auf das Jahr 2000

Beim Personalbestand ergaben sich im Jahr 2000 folgende Veränderungen: Mit Beginn des Jahres wurde Johannes Müller SJ auch zum Leiter des Forschungs- und Studienprojekts »Globale Solidarität - Schritte zu einer neuen Weltkultur« der Rottendorf-Stiftung bestellt. Ihr bisheriger wissenschaftlicher Mitarbeiter Dr. Dr. Johannes Wallacher wechselte zum 1.11. ganz in die Zuständigkeit des Instituts für Gesellschaftspolitik über. Er wurde in seiner bisherigen Aufgabe von Dipl. theol. Michael Fleck M.A. abgelöst, der außerdem als freier Mitarbeiter dem Institut verbunden ist. Letzteres gilt ebenfalls für Frau Karoline Dietrich, die ehrenamtlich die Aufgabe der Menschenrechtsbeauftragten des Instituts wahrnimmt.

Für das Jahr 2000 lassen sich folgende gemeinsame Arbeitsschwerpunkte nennen, an denen jeweils mehrere Mitglieder des Instituts mitwirkten:

  • Unter Federführung von J. Müller wertete das Institut im Auftrag von VENRO, dem Dachverband entwicklungspolitischer Organisationen in Deutschland, eine Befragung entwicklungspolitischer Experten über künftige Strategien der Entwicklungspolitik aus. Der Endbericht trägt den Titel »Umfrage zur Zukunft der deutschen Entwicklungspolitik«.
  • Im Rahmen ihrer Mitarbeit in der Sachverständigengruppe »Weltwirtschaft und Sozialethik« der Wissenschaftlichen Arbeitsgruppe für weltkirchliche Aufgaben der Deutschen Bischofskonferenz waren J. Müller und J. Wallacher Mitverfasser der Studie »Das soziale Kapital - Ein Baustein im Kampf gegen Armut von Gesellschaften«.
  • Zur Thematik »Glaube und Gerechtigkeit« hielten M. Schöpf und M. Hainz einen mehrtägigen Kurs im Noviziat der deutschen Jesuiten in Nürnberg und veranstalteten N. Brieskorn und M. Hainz ein Seminar an der Hochschule über neuere kirchliche Sozialdokumente.
  • In den Bereich »Flüchtlinge und Migration« (Brieskorn, Müller, Schöpf, Hainz) fielen u.a. ein Seminar zu »Migration unter den Bedingungen der Globalisierung« an der Hochschule, Vorträge in Einrichtungen der Erwachsenenbildung, die Betreuung einer Magisterarbeit über sozialethische Aspekte des Umgangs mit »irregulären Migranten« sowie die Mitarbeit von M. Schöpf und M. Hainz beim Jesuit Refugee Service.
  • Das Thema »internationale Verschuldung« (Müller, Gösele) war erneut ein Schwerpunktthema, u.a. im Rahmen einer Fachtagung »Die Schuldenkrise als ethische und politische Herausforderung am Beispiel Ecuadors« des Forschungs- und Studienprojekts der Rottendorf-Stiftung in Zusammenarbeit mit der Bischöflichen Aktion Adveniat.
  • An der vom Heinrich-Pesch-Haus in Ludwigshafen initiierten Seminarreihe »Soziales Europa« beteiligten sich M. Schöpf und J. Wallacher als Organisatoren.
  • Ein weiteres wichtiges Feld war auch im letzten Jahr die »Globalisierung«. Mehrere Mitglieder des Instituts waren an diesbezüglichen Seminaren und Vorträgen beteiligt. J. Wallacher beteiligte sich im Namen des Instituts am internationalen Jesuiten-Forschungsprojekt »Global Economy and Cultures«, das vom Woodstock Theological Center an der Georgetown University, Washington D.C., koordiniert wird. Er hielt sich zu diesem Zweck im Frühjahr für zwei Monate in Washington auf, wo er u.a. ein erstes zusammenfassendes Positionspapier für dieses Projekt erstellte.
  • In Kooperation mit dem Heinrich-Pesch-Haus in Ludwigshafen war das Institut Mitveranstalter einer 13-teiligen Vortragsreihe zum Rahmenthema: »Gegenwart wahrnehmen - Zukunft gestalten. Globale Herausforderungen zur Jahrtausendwende«.
  • Die Mitglieder des Instituts bestritten gemeinsam den Besprechungsschwerpunkt »Internationale Politik« im Septemberheft der »Stimmen der Zeit«.
  • Seit dem Wintersemester 2000/01 bietet Johannes Müller an der Hochschule ein Sozialethisches Kolloquium an, das zu einem wesentlichen Teil von den Institutsmitgliedern gestaltet wird.
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