Rückblick 2001
Rückblick auf das Jahr 2001
Im Personalbereich gab es im Jahr 2001 keine größeren Veränderungen. Zu erwähnen ist jedoch, dass H. Zwiefelhofer, langjähriger Leiter des Instituts, der rund 13 Jahre Aufgaben im Rahmen der Leitung des Ordens in Rom wahrnahm, im Dezember 2001 nach München zurückgekehrt ist, um in einer Sabbatzeit zu klären, welche Tätigkeit er künftig übernehmen wird.
Eine wichtige institutionelle Neuerung stellt die im Wintersemester 2001/2002 erfolgte Einführung eines erweiterten Zusatzstudiums »Erwachsenenpädagogik mit Schwerpunkt Sozialphilosophie und Sozialwissenschaften« dar. Der auf eine Mindestdauer von drei Semestern angelegte Studienplan sieht 16 Semesterwochenstunden vor, davon 10 aus dem Bereich Sozialphilosophie, Sozialethik und Sozialwissenschaften. Ein von J. Wallacher und M. Schöpf angebotenes Tutorat erleichtert die Auswahl der Lehrveranstaltungen. Dass die darüber abgelegten Prüfungen mit einem eigenen Zeugnis anerkannt werden, erhöht den Anreiz für Studierende, Lehrveranstaltungen aus dem angesprochenen Themenkreis und damit aus dem Lehrangebot des Instituts zu besuchen.
Zu erwähnen ist ferner die Einführung eines Zertifikats zum Vorlesungszyklus »Fremde Kulturen und Religionen« des Forschungs- und Studienprojekts der Rottendorf-Stiftung an der Hochschule für Philosophie, an dem mehrere Mitarbeiter des Instituts beteiligt sind. Die erste Resonanz auf diese Angebote war ausgesprochen positiv.
Für das Jahr 2001 lassen sich folgende gemeinsame Arbeitsschwerpunkte nennen, an denen jeweils mehrere Mitglieder des Instituts beteiligt waren:
- Unter die Thematik »Migration« fielen eine Vorlesung (Schöpf), ein Seminar zum Zusammenleben in pluralistischen Gesellschaften (Müller), Eingaben an den Bundestag zur Reform des Zuwanderungsgesetzes sowie die Mitarbeit von M. Hainz und M. Schöpf beim Jesuit Refugee Service. Das Institut war auch in mehrfacher Hinsicht (Vorbereitung, Vorträge) an der Durchführung des Eurojess-Kongresses »The Many Faces of Migration« Ende August in Berlin beteiligt. Das von M. Fleck mitbetreute Projekt »WIN - Wissen interkulturell nutzen. Eine Migrationsakademie von und für MigrantInnen« war einer der Gewinner des StartSocial-Wettbewerbs 2001 der deutschen Wirtschaft zur Förderung sozialen Engagements unter der Schirmherrschaft des Bundeskanzlers.
- Wie in den Vorjahren waren die »Globalisierung« und ordnungspolitische, finanzpolitische und ethische Aspekte der Weltwirtschafts- und Entwicklungspolitik wieder ein wichtiges Themenfeld. Mehrere Mitglieder des Instituts hielten Lehrveranstaltungen und Vorträge zu diesem Problemkreis. In diesem Zusammenhang zu nennen ist auch die Mitarbeit J. Müller und J. Wallacher in verschiedenen Gremien im Rahmen der Kommission X »Weltkirche« der Deutschen Bischofskonferenz, u.a. der Sachverständigengruppe »Weltwirtschaft und Sozialethik« und der Deutschen Kommission Justitia et Pax.
- Ein weiterer Schwerpunkt mit ganz unterschiedlichen Aktivitäten war der Bereich »Menschenrechte«. Eine von N. Brieskorn und M. Hainz mitvorbereitete Tagung zu »Menschenhandel und Gewaltprostitution« am 15.2.2001 in der Hochschule war gut besucht und ist auf der Homepage des Instituts dokumentiert. K. Dietrich gab durch einen Artikel in den »Stimmen der Zeit« der Kampagne zugunsten der Religionsfreiheit in Vietnam einen wichtigen Impuls. Ein Aufruf an politische, kirchliche und zivilgesellschaftliche Akteure und eine Dokumentation auf der Homepage des Instituts fanden viel Resonanz, namentlich bei Vertretern der vietnamesischen Community und des Buddhismus. Schließlich war J. Müller aktiv an mehreren Veranstaltungen beteiligt, bei denen es um die Menschenrechtslage in Indonesien und um die Beziehungen zwischen Muslimen und Christen ging.
- Ein gewisser Schwerpunkt im vergangenen Jahr war auch die Thematik »Dialog der Kulturen und Religionen«. So hatte die von A. Gösele mitvorbereitete Tagung der Arbeitsgemeinschaft »Soziale Gerechtigkeit« Anfang September in Ludwigshafen das Thema »Zusammenleben mit Muslimen«. K. Dietrich bearbeitet das Forschungsprojekts »Interreligiöse Entwicklungszusammenarbeit«, und J. Müller verfasste mehrere Artikel zu diesem Themenkreis.
- An der vom Heinrich-Pesch-Haus in Ludwigshafen initiierten Seminarreihe »Soziale Sicherungssysteme in Europa« beteiligten sich M. Schöpf und K. Dietrich sowohl konzeptionell wie durch die Leitung mehrerer Seminare.
