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Rückblick 2002

Rückblick auf das Jahr 2002

Prof. Dr. Hans Zwiefelhofer S.J., Professor em. für Sozialwissenschaften, Gesellschafts- und Entwicklungspolitik und 1967-1976 Leiter des Instituts, ist nach seiner Rückkehr aus Rom im Dezember 2001 inzwischen definitiv aus dem Institut augeschieden, da er andere Aufgaben im Orden übernommen hat. M. Reder ist zum 1.4.2002 von M. Kiefer als Assistent des Rottendorf-Projektes abgelöst worden, bleibt dem Institut aber weiter als freier Mitarbeiter erhalten.

Das erweiterte Zusatzstudium »Erwachsenenpädagogik mit Schwerpunkt Sozialphilosophie und Sozialwissenschaften« trifft bei den Studierenden auf großes Interesse. Es soll auf Wunsch des Hochschulrates in ein eigenständiges »Zusatzstudium Sozialwissenschaften« umgewandelt werden. In diesem Zusammenhang sind auch studienbegleitende und berufsvorbereitende Praktika vorgesehen, bes. in Partnerinstitutionen des Instituts, welche die soziale Kompetenz fördern sollen.

Für das Jahr 2002 lassen sich mehrere thematische Schwerpunkte nennen, an denen meist jeweils mehrere Mitglieder des Instituts beteiligt waren:

  • Wie schon in den letzten Jahren waren die »Globalisierung« sowie ordnungspolitische und ethische Aspekte der Weltwirtschafts- und Entwicklungspolitik wieder ein wichtiges Themenfeld. Mehrere Mitglieder des Instituts hielten Lehrveranstaltungen und Vorträge zu diesem Problemkreis. In diesem Zusammenhang zu nennen ist auch die Mitarbeit von J. Müller und J. Wallacher in verschiedenen Gremien im Rahmen der Kommission X »Weltkirche« der Deutschen Bischofskonferenz. Im Frühjahr wurde J. Wallacher zum Mitglied der Sachverständigengruppe »Sozialethik und Weltwirtschaft« der Wissenschaftlichen Arbeitsgruppe für weltkirchliche Aufgaben der Deutschen Bischofskonferenz ernannt. Am 22. Januar wurde in Frankfurt/M. die unter Mitarbeit von J. Müller und J. Wallacher erstellte Studie »Globale Finanzierung und menschliche Entwicklung« der Öffentlichkeit vorgestellt. Zur Eröffnung der Fastenaktion 2002 von Misereor fand eine Kooperationstagung von Misereor, der Katholischen Akademie in Bayern und des Forschungs- und Studienprojekts »Globale Solidarität« der Rottendorf-Stiftung an der Hochschule zum Thema »Dienst am gerechten Frieden« teil, an deren Vorbereitung und Durchführung einige Mitglieder des Instituts beteiligt waren.
  • Eine enge Zusammenarbeit gab es bei verschiedenen Projekten mit dem Heinrich-Pesch-Haus (HPH) in Ludwigshafen: M. Schöpf übernahm die Leitung der vom HPH initiierten Seminarreihe »Soziale Netze in Europa«. Das Institut bereitet bis zum Herbst 2003 das sozialwissenschaftliche Material für ein E-Learning-Programm über Globalisierung vor, M. Reder zeichnet dabei für die Koordination verantwortlich. In Zusammenarbeit mit der BASF und dem HPH bereitet das Institut ein jährlich geplantes »Ludwigshafener Gespräch« vor. Das erste Treffen dieser Art soll am 23./24.10.2003 zum Thema »Sozialkapital« stattfinden. Die Koordination nimmt auf Seiten des Instituts J. Wallacher wahr.
  • Das Institut ist auch weiter in der Arbeit zur Förderung der Menschenrechte engagiert. Der von K. Dietrich 2001 in den »Stimmen der Zeit« veröffentlichte Artikel zur Religionsfreiheit in Vietnam wurde auch in der italienischen Jesuitenzeitschrift »aggiornamenti sociali« veröffentlicht und hat dazu beigetragen, dass dieses Thema politisch mehr Aufmerksamkeit findet, wie ein vom Deutschen Bundestag einstimmig angenommener Antrag zu den Menschen- und Minderheitenrechten in Vietnam zeigt. In diesem Zusammenhang ist ferner die Mitarbeit des Instituts beim Jesuit Refugee Service (JRS) zu nennen, besonders die Arbeit von M. Schöpf im europäischen Leitungsteam des JRS und die Tätigkeit von M. Hainz im Problemfeld der Abschiebehaft.
  • M. Hainz und M. Schöpf veranstalteten im Noviziat der deutschen Jesuiten in Nürnberg ein Seminar über »Glaube und Gerechtigkeit«.
  • M. Hainz und J. Wallacher referierten in St. Ottilien vor Führungskräften aus Südkorea zu Themen aus der Katholischen Soziallehre und der Wirtschaftsethik.
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