Rückblick 2003
Rückblick auf das Jahr 2003
Zwei am Institut angesiedelte Projekte konnten 2003 abgeschlossen werden:
1. Das E-Learning-Projekt »Globalisierung«, das J. Müller, M. Reder (organisatorische Leitung) und J. Wallacher für das Bildungsprogramm des Heinrich-Pesch-Hauses in Ludwigshafen erarbeitet haben. Es ist mittlerweile unter der Adresse <www.e-globalisierung.de> im Internet zugänglich. Im Sommersemester 2004 werden J. Wallacher und M. Reder ein Seminar dazu an der Hochschule für Philosophie anbieten.
2. Frau K. Dietrich hat ihre Studie »Interreligiöse Entwicklungsarbeit. Bestandsaufnahme bei den katholischen Hilfswerken und Literaturstudie« abgeschlossen und sie dem Auftraggeber, der Wissenschaftlichen Arbeitsgruppe für weltkirchliche Aufgaben der Deutschen Bischofskonferenz, im Dezember 2003 vorgestellt. Die Studie soll in einer Fachkonferenz ausführlich diskutiert werden.
»Europa« war auch 2003 ein wichtiges Aufgabenfeld der Mitarbeiter des Instituts: A. Gösele leitete kommissarisch den diesjährigen Kongress von EUROJESS, der Vereinigung europäischer Jesuiten auf dem Gebiet der Sozialwissenschaften und sozialen Reflexion, zum Thema »Gegenseitige Wahrnehmung und Möglichkeiten der Zusammenarbeit von Ost- und Westeuropa« und ist weiter Mitglied des Leitungsgremiums dieser Vereinigung. M. Schöpf war in enger Zusammenarbeit mit dem und für das Heinrich-Pesch-Haus in Ludwigshafen für die Seminarreihe »Soziale Netze in Europa« verantwortlich, außerdem war er Mitglied im Beratungsgremium des Direktors des Flüchtlingsdienstes der Jesuiten (JRS) für Europa. M. Hainz vertrat das Institut bei einem Sondierungstreffen europäischer Zentren der Jesuiten im Universitätszentrum Sint Ignatius in Antwerpen.
Das Forschungs- und Studienprojekt der Rottendorf-Stiftung an der Hochschule für Philosophie, das seit vielen Jahren unter dem Motto »Globale Solidarität - Schritte zu einer neuen Weltkultur« steht, konnte im vergangenen Jahr auf sein zwanzigjähriges Bestehen zurückschauen, was im Rahmen eines Symposions »Gibt es ein Menschenrecht auf Gesundheit?« im Oktober 2003 geschah. Das Projekt ist seit seinen Anfängen eng mit dem Institut verbunden: Seine Entstehung verdankt es weitsichtigen konzeptionellen Vorüberlegungen von H. Zwiefelhofer, und seine Leitung lag fast seit Beginn stets bei Mitgliedern des Instituts (1984-1995 W. Kerber, 1975-1999 N. Brieskorn und seit 2000 J. Müller). Ebenso war und ist die Organisation des Projekts in der Verantwortung eines Projektassistenten räumlich an das Institut geknüpft. Mehrere der (ehemaligen) Assistenten arbeiten auch am Institut mit.
Im Wintersemester 2004/2005 soll ein Zusatzstudium »Grundlagen der Sozialwissenschaften« als eigenständiges Angebot mit dem Abschluss eines Zertifikates beginnen. Es soll das bisherige »erweiterte Zusatzstudium Erwachsenenpädagogik mit Schwerpunkt Sozialphilosophie und Sozialwissenschaften« ablösen, das bei den Studierenden weiterhin viel Anklang findet.
Auch im Jahr 2003 fand unter Leitung von J. Müller in regelmäßigen Abständen ein »Sozialethisches Kolloquium« statt. Es handelt sich um ein Forum des Instituts, in dem ausgewählte Themen (z.B. Forschungsprojekte, Doktorarbeiten) und Autoren aus dem Bereich der Sozialwissenschaften und Sozialethik unter besonderer Berücksichtigung internationaler Fragestellungen diskutiert werden. Im Rahmen dieses Forums hielt Prof. Dr. Marianne Heimbach-Steins (Universität Bamberg) einen Gastvortrag zum Thema »Gender und Gerechtigkeit«.
Im Herbst 2003 war P. Martin O'Malley, ein amerikanischer Jesuit aus der New York Provinz, mehrere Monate Gast am Institut. Er war hauptsächlich damit beschäftigt, seine Dissertation über den Gebrauch des Begriffs »Recht« im frühen Sozialkatholizismus, namentlich bei Bischof Ketteler, abzuschließen.
