Philosophische Ansätze zur Umweltethik
Traditionen und Themen
Gösele/Reder
Philosophische Ansätze zur Umweltethik [F3, F8, F11]. 2stdg., Donnerstag 15-17 Uhr; ab 19.04.2007
ZEP: A // ZGS: A
Thematik:
Das Thema Umweltethik ist nicht mehr länger nur ein verstaubtes Thema
der Ökos aus den 80ern, sondern ist gerade in den vergangenen Monaten
zu einem intensiv diskutierten und viel beachteten Thema
gesellschaftlicher und politischer Diskurse geworden (vgl. die
Diskussionen um den Stern-Report). Diskutiert wird beispielsweise,
welche Auswirkungen die Klimafolgen sowohl auf das Leben bei uns als
auch auf das der Entwicklungsländern haben. Auch im Alltag der
Hochschule für Philosophie hat das Thema in den vergangenen Semestern
einen immer größeren Stellenwert eingenommen.
Das Seminar will sich aus philosophischer Perspektive dem Thema
Umweltethik nähern. In einem ersten Teil werden wichtige Traditionen
ethischen Denkens in ihrer Anwendung auf den Bereich Umweltethik
vorgestellt und diskutiert (z.B. kantische, utilitaristische oder
diskursethische Perspektive). Im zweiten Teil werden einzelne
inhaltliche Fragen des umweltethischen Diskurses eingehender
reflektiert (z.B. Abwägung zwischen ökologischen und sozialen Gütern;
Unsicherheit als Faktor ethischer Handlungsabwägungen) und mit den
Ergebnissen der einzelnen Denktraditionen in Verbindung gesetzt. Als
konkretes Fallbeispiel zur (praktischen) Überprüfung der gewonnen
Einsichten wird der Treibhauseffekt und seine Folgen herangezogen.
Gliederung:
- 19/04/07
- Einleitung: Vorgehensweise, Einführung in die Fragestellung, grundlegende Informationen zum Treibhauseffekt
- 26/04/07
- Umweltethik im Überblick
- 03/05/07
- Traditionen: Kant
- 10/05/07
- Traditionen: Utilitarismus
- 24/05/07
- Traditionen: Tugendethik
- 31/05/07
- Traditionen: Diskursethik
- 14/06/07
- Fragen: Umweltgerechtigkeit; ökologische vs. soziale Güter
- 21/06/07
- Fragen: Unsicherheit
- 28/06/07
- Fragen: Zukünftige Generationen
- 05/07/07
- Fragen: Brückenschlag zur Soziologie
Methode:
- Für jede Sitzung gibt es eine Textgrundlage für alle, in die ein Teilnehmer kurz einführt.
- Falls es mehr Teilnehmer gibt, die aktiv mitmachen wollen, wird noch ein weiterer Text mit einer alternativen Sichtweise kurz vorgestellt.
- Diskussion des Textes und Themas
Voraussetzungen:
- Teilname: Lektüre der Textgrundlage, Bereitschaft zur Übername eines Referats.
- Schein: Übername eines Referats, für jede Sitzung einen Beitrag zum Thema der Sitzung im Forum zum Seminar im Dialogportal (spätestens am Vortag), Seminararbeit.
Literatur:
Krebs, A. (Hrsg.), Naturethik: Grundtexte der gegenwärtigen tier- und ökoethischen Diskussion, Frankfurt 1997
