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„Titanen“ vor dem Hörsaal

Bilderzyklus erfolgreicher Unternehmer: Heinz Felbermair in der Hochschule für Philosophie - Pressepräsentation: Dienstag, 28. April, 11.00 Uhr

 

München, 21. April 2009 (HfPh) Durch ein Projekt „Kunst vor dem Hörsaal“ konfrontiert die Hochschule für Philosophie der Jesuiten in München ihre Studierenden zu Beginn des Sommersemesters mit großformatigen Bildern des österreichischen Malers Heinz Felbermair. 20 aus insgesamt 40 Darstellungen seines in den Jahren 2007 und 2008 geschaffenen Bilderzyklus „40 Titans” sind in den Räumen der Hochschule aufgestellt und auch öffentlich zugänglich.

Die Bilder verstehen sich nach Angaben des Künstlers als „globaler Kanon der zeitgenössisch und historisch erfolgreichsten Unternehmer und Geschäftsleute“. Sie stellen mit künstlerischen Mitteln die „scheinbar objektivierbare Lebensleistung wirtschaftlich ungewöhnlich erfolgreicher Menschen dar”, so im Katalog zum Bilderzyklus der katholische Theologe, Wirtschafts- und Sozialwissenschaftler, Professor Ulrich Hemel aus Regensburg. Mit dem Bilderzyklus erleben die Titanen der antiken Mythologie in verwandelter Gestalt einflussreicher Persönlichkeiten der internationalen Wirtschafts- und Finanzwelt eine Wiedergeburt, sagt die Kuratorin der Ausstellung, die Kunsthistorikerin Gudrun Szczepanek. Die neuen Titanen seien einander als Partner oder Gegenspieler paarweise zugeordnet. Sie begegneten dem Betrachter in Figurinen, Gliederpuppen oder Schatten in surrealen Farbräumen und Landschaften.

Dargestellt sind v.a. Unternehmerpersönlichkeiten des 20. und 21. Jahrhunderts, so in der Münchner Ausstellung Gottlieb Daimler, Begründer eines Automobilkonzerns; Alfred Herrhausen, der 1989 von Terroristen der RAF ermordete Bankier; Ion Tiriac, Exsportler und ehemaliger Trainer des Tennisstars Boris Becker, Inhaber zahlreicher Unternehmen in Rumänien sowie der russische Oligarch und Ölmagnat Roman Abramovich, der zu den 15 reichsten Männern der Welt gezählt wird. Von den drei im Zyklus dargestellten Frauen ist in München Anita Roddick zu sehen, Gründerin eines in 54 Ländern präsenten englischen Kosmetikkonzerns. Zwei „Vorreiter aus der Renaissance”, so Kuratorin Szczepanek, führen die neuzeitlichen Titanen an und sind als Paar einander zugeordnet: Jakob Fugger, der seinerzeit erfolgreichste und mächtigste Kaufmann und Bankier und der Heilige Ignatius von Loyola, Gründer des weltweit agierenden und auch heute global präsenten Jesuitenordens.

Mitten in der weltweiten Wirtschafts- und Finanzkrise und in der öffentlichen Diskussion über die Verantwortung der führenden Manager soll die Ausstellung in der Hochschule der Jesuiten Impuls zu einer geistigen Aus-einandersetzung sein. „Was in der Krise wirklich zählt“ darüber diskutieren zur Eröffnung am Abend des 28. April (ab 18 Uhr) der Rektor der Hochschule, Professor Michael Bordt SJ, der zum Thema auch ein Buch geschrieben hat  und Professor Johannes Wallacher vom Institut für Gesellschaftspolitik.

Für Journalisten von Presse-, Funk und Fernsehen wird die Ausstellung des Bilderzyklus am kommenden 

Dienstag, 28. April, um 11.00 Uhr in der Hochschule für Philosophie (Eingangsfoyer), München-Schwabing, Kaulbachstr. 31
durch den Künstler Heinz Felbermair und die Kuratorin Szczepanek präsentiert. (wr)

Hinweis: Um Anmeldung wird gebeten E-Mail michael.reder@hfph.mwn.de Tel.089/2386-2357

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