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Bilder hinter Großstadt-Fassaden

Eliza Pohl zeigt Installationsprojekt SIRAP. Ausstellung in der Hochschule für Philosophie

 

München, 28 Oktober 2009 (HfPh) SIRAP, ein Installationsprojekt der Starnberger Künstlerin Eliza Pohl (30), ist im Wintersemester 2009/2010 im Foyer der Hochschule für Philosophie der Jesuiten in München ausgestellt. Gezeigt werden 30 Exponate, die, so die Künstlerin, „Einsichten in die urbane Struktur einer Großstadt“ vermitteln sollen. Dazu habe sie unterschiedliche Materialien – Fotografien, Sand und Möbelstoffe – zu „Raumbildern“ verarbeitet. 

Eliza Pohl, Absolventin der Hochschule und als Bildwissenschaftlerin tätig, erhielt eine bildhauerische Ausbildung an der Europa Akademie für musische und bildende Künste bei dem Maler, Bildhauer und Architekten Professor Wilfried Ogilvie. Die jetzt in der Hochschule gezeigten Arbeiten sind das Ergebnis eines Studienaufenthaltes der Künstlerin in den Jahren 2007 und 2008 in Paris. Die Hauptstadt Frankreichs sieht sie „als Chiffre für das Leben in einer Großstadt allgemein, die von einem Menschen bestimmte Orientierungsfähigkeiten fordert, um mit der neuen unbekannten städtischen Struktur problemlos umzugehen.“

Mehrfach finden sich in den Bildern Pohls rückwärts geschriebene französische Worte. Ähnlich wie bei der Anwendung grammatikalischer Regeln einer fremden Sprache lasse sich so der Sinngehalt dieser Worte entziffern, sagt die Künstlerin. So werde aus SIRAP der Name von Paris. Namenlose „Sandnetze“ in den Bildern, die Ausschnitte aus dem Stadtplan von Paris zeigten, verwiesen auf die zur Erkundung notwendige Fähigkeit, das Straßennetz einer Stadt zu entschlüsseln und sich in ihr zurecht zu finden.

Mit ihren „geöffneten Fotografien“ von Häuserfronten in Paris will die Künstlerin „Einblicke in die hinter den Fassaden liegenden urbanen Lebensräume“ geben. Auf diese Weise wolle sie versuchen, „die gewohnte flächige Wahrnehmung zu durchbrechen“. Darauf spielten auch die in der Ausstellung gezeigten Reliefe von Haushaltsgegenständen an, die mit Bezugsstoffen für Möbel modelliert worden sind.

Mit der Ausstellung , die bis zum 15. Februar gezeigt wird, setzt die Hochschule ihr Projekt Kunst vor dem Hörsaal fort, das mit wechselnden Ausstellungen jeweils zu Beginn eines Semesters Lehrende und Studierende mit Arbeiten zeitgenössischer Künstler konfrontiert. (wr)

Hinweis: Die Ausstellung SIRAP ist vom 15. Oktober 2009 bis 15. Februar 2010 im Foyer der Hochschule für Philosophie in München-Schwabing, Kaulbachstr.31 von Montag bis Freitag (9 Uhr bis 20 Uhr) und Samstag (9 bis 14 Uhr) kostenfrei zugänglich. Kontakt: Eliza Pohl, eliza.pohl@gmail.com

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