Kurze Studiendauer, erfolgreiche Abschlüsse
„Beeindruckende Bilanz“ der Hochschule für Philosophie - Gute Ergebnisse im bayerischen Vergleich
München, 21. Juli 2009 (HfPh) Die Hochschule für Philosophie der Jesuiten in München kann nach Einschätzung ihres Rektors, Professor Michael Bordt SJ, zum Ende des Sommersemesters 2009 eine „beeindruckende Bilanz“ vorlegen. Effizienz und Leistung der Philosophischen Fakultät päpstlichen Rechts könnten sich im Vergleich mit anderen Hochschulen sehen lassen, sagte Bordt am 21. Juli in München. Dies belege die Statistik, die eine kurze Studiendauer, viele erfolgreiche Abschlüsse und eine vergleichsweise geringe Zahl an Studienabbrüchen aufweise.
Danach beträgt die durchschnittliche Studiendauer an der Hochschule bis zum Erwerb eines Magister-Abschlusses 9,3 Semester, während sie nach Angaben des Wissenschaftsrates im Bundesdurchschnitt bei 12,1 Semestern liegt. „Damit wird an keiner anderen Fakultät in Deutschland der Magister im Fach Philosophie so schnell erreicht“, kommentierte Bordt die statistischen Angaben. Die guten Ergebnisse bei der Studiendauer führt der Rektor auf „das stark strukturierte Grundstudium mit vielen Prüfungen“ und vor allem auf eine „intensive persönliche Betreuung“ beim Magisterstudium zurück.
51 Professoren, Dozenten und Lehrbeauftragte, von denen mit 26 gut die Hälfte dem Jesuitenorden angehört, unterrichten die z. Z. 511 Studierenden. Während im Bundesdurchschnitt etwa 60 Studierende auf einen Lehrenden kommen, ist das Verhältnis an der Hochschule der Jesuiten mit 10 zu eins für den persönlichen Kontakt zwischen Dozenten und Studierenden erheblich günstiger. Knapp 60 Prozent der Studierenden an der Hoch-schule sind Männer, gut 40 Prozent Frauen.
Während an staatlichen Fakultäten in Deutschland nur knapp 10 Prozent aller Studienanfänger in Philosophie ihr Studium mit einem Abschluss beenden und die Abbrecher-Quote bei 90 Prozent liegt, schließen an der Hochschule 60 Prozent aller Studienanfänger ihr Studium ab, teilte der Rektor mit. Etwa 40 Prozent würden ihr Studium bereits im ersten oder spätestens im zweiten Semester beenden und sich so schnell darüber klar werden, dass sie nicht Philosophie studieren wollten. „Wir haben keine Langzeit-Studierenden“, sagte Bordt. 70 Prozent erwerben das Bakkalaureat, 30 Prozent legen die Magisterprüfung ab.
Im bayerischen Vergleich schneidet die Hochschule nach Angaben Bordts noch einmal besonders gut ab. Ein Drittel aller Magisterprüfungen im Fach Philosophie in Bayern werde an der Münchner Hochschule bestanden, die auch ein Sechstel aller philosophischen Doktorinnen und Doktoren in Bayern promoviere. (wr)
