Lebendige Gemeinschaft Hochschule
7. Alumni-Treffen an der Hochschule für Philosophie - Rektor Bordt: Wirtschaft fragt nach Philosophen
München, 7. Mai 2009 (HfPh) Als lebendige Gemeinschaft, die mit einem erfolgreichen Studienabschluss nicht beendet ist, präsentiert sich die Hochschule für Philosophie der Jesuiten in München. In einem festlichen akademischen Rahmen werden am kommenden Samstag, den 9. Mai, mehrere hundert Absolventen aus zurückliegenden Jahrzehnten und gegenwärtig Studierende der Hochschule sowie Professoren und Dozenten beim siebten Alumni-Treffen erwartet.
Solche Treffen der Alumni, vom lateinischen „alumnus“ für „Zögling“, sind an angelsächsischen Universitäten schon lange etabliert und werden zunehmend auch in Deutschland eine wichtige Institution. Dadurch werden Generationen von Studierenden zu einem partnerschaftlichen Austausch zusammengeführt. Ein Ziel des Alumni-Treffens an der Hochschule für Philosophie sei es, die mehr als 500 aktuellen Studierenden mit den Absolventen und deren Kompetenz in unterschiedlichen Berufen und Positionen zusammenzubringen, sagt der Rektor Professor Michael Bordt SJ.
An der Hochschule kümmert sich eine Gruppe von Studierenden um das kommende Alumni-Treffen. Ein wichtiger Teil dieser Arbeit ist die Initiative „Philosophie und Beruf“. Dabei werden Alumni eingeladen, ihren jetzt ausgeübten Beruf vorzustellen und den Philosophiestudenten von heute eine Praktikumsstelle oder sogar einen Berufseinstieg zu vermitteln. Dazu sagte Rektor Bordt: Die Zeiten seien vorbei, dass man in der Wirtschaft nur mit Betriebswirtschaftslehre oder Jura einen Arbeitsplatz finden könne. So habe beispielsweise ein international agierender Marketing-Konzern gegenüber der Hochschule sein Interesse an der Übernahme von Philosophiestudenten bekundet.
Zum akademischen Programm des Alumni-Treffens („Wir wollen mit Ihnen philosophieren“) gehört eine Vorlesung von Prof. Eckard Frick SJ. Der Arzt, Psychoanalytiker und Professor an der Hochschule spricht unter dem Titel „Authentisch werden“ über die Bedeutung von Spiritualität bei Charles Taylor, einem zeitgenössischen kanadischen Philosophen, und dem international renommierten Psychoanalytiker C. G. Jung. Alle Religionen hätten Spiritualität hervorgebracht, „ihre mystische Innenseite“, so Frick. Gleichwohl gebe es Spiritualität auch außerhalb der institutionalisierten Religion, so eine weitere Kernthese Fricks.
Zu dem Treffen hat auch der Vorsitzende des 2001 an der Hochschule gegründeten Fördervereins „pro philosophia e.V.“, Professor Christian Schöer, der an der Universität Augsburg Philosophie lehrt, mit eingeladen. Zwei um die Hochschule besonders verdiente Persönlichkeiten, werden zu Ehrenmitgliedern des Vereins ernannt: Ignaz Fischer-Kerli, langjähriger Kanzler der Hochschule, der vor kurzem in den Ruhestand getreten ist, und Erwin Teufel, ehemaliger Ministerpräsident von Baden-Württemberg, der der Hochschule besonders verbunden ist. (wr)
