Neue Kanzlerin der Hochschule für Philosophie in München
Germanistin Dina Brandt Nachfolgerin von Ignaz Fischer-Kerli (15.2.09)
München, 15. Februar 2009 (HfPh) Ignaz Fischer Kerli (65), Kanzler der Hochschule für Philosophie der Jesuiten in München und promovierter Sozialwissenschaftler, geht altersbedingt in den Ruhestand. Seine Nachfolgerin ist die promovierte Germanistin und Wissenschaftsmanagerin Dina Brandt (35). Sie hat ihre neue Aufgabe zum 1. Februar übernommen.
Fischer-Kerli führte seit 1995 als Kanzler die Geschäfte des akademischen Betriebs der Hochschule mit elf Professoren und acht Dozenten. In dieser Aufgabe verantwortete er die Organisation und den Ablauf der Lehrveranstaltungen für die mehr als 500 Studierenden. Er hatte zuvor als Referent für politische Bildung am von Jesuiten geführten Heinrich-Pesch-Haus in Ludwigshafen, Bistum Speyer und in der Landesstelle des Bundes der Deutschen Katolischen Jugend (BDKJ) in Bayern gearbeitet. Im Freisinger Kardinal-Döpfner-Haus, einer Bildungseinrichtung der Erzdiözese München und Freising, baute er das Referat für gesellschaftspolitische Bildung auf.
Die neue Kanzlerin hat in München und Aberdeen Germanistik, Geschichte und Völkerrecht studiert. Sie war wissenschaftliche Mitarbeiterin in der unabhängigen Kommission zur Aufarbeitung der Geschichte des Verlagshauses Bertelsmann in der Zeit des Nationalsozialismus. Für die mehrbändige kritische Gesamtausgabe der Schriften des bedeutenden evangelischen Theologen, Philosophen und Historikers Ernst Troeltsch (1865-1923) arbeitete sie an der Herausgabe eines Bandes mit. Zuletzt war sie im Wissenschaftsmanagement der in der Forschung auf allen ingenieurwissenschaftlichen Fachgebieten engagierten Fraunhofer-Gesellschaft tätig.
Die Hochschule für Philosophie der Jesuiten hat seit 1971 ihren Sitz in der Münchner Kaulbachstraße 31 in Nachbarschaft zur Ludwig-Maximilians-Universität. Sie ging aus dem 1925 vom damaligen Provinzial der Oberdeutschen Provinz der Jesuiten, Augustin Bea, dem späteren einflussreichen Kurienkardinal und Koinzilstheologen, in Pullach bei München gegründeten und nach einem Jesuitenheiligen benannten Berchmanskolleg hervor. Die Hochschule mit ihrer philosophischen Fakultät steht allen Studierenden mit Hochschulreife offen. Sie hat Promotions- und Habilitationsrecht. Die Philosophische Fakultät erfreut sich einer wachsenden Nachfrage nicht nur aus Deutschland und aus dem katholischen Umfeld. Die Hochschule für Philosophie gewährleistet in allen Disziplinen der Philosophie – von der Logik über Erkenntnislehre und Metaphysik bis hin zu Naturphilosophie und Ethik – eine fundierte wissenschaftliche Ausbildung. Mit vier in interdisziplinärer Perspektive arbeitenden Instituten, beispielsweise zu Kommunikationswissenschaften oder Gesellschaftspolitik, gilt sie über Bayern hinaus als wichtiger Ort wissenschaftlicher Forschung und geistiger Auseinandersetzung. (wr)
