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Das große Werk des spanischen Jesuiten Francisco Suarez

Wissenschaftler aus ganz Deutschland diskutieren sein Traktat De Legibus

 

Francisco Suarez SJ (1548-1617) ist vom 14.bis zum 17. April an der Hochschule für Philosophie der Jesuiten München eine von der Ludwig-Maximilians-Universität München (LMU) ausgerichtete und von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) geförderte hochkarätige Fachta-gung gewidmet. Im Zentrum der Referate und Diskussionen von Wissenschaftlern verschiedener Fachbereiche aus ganz Deutschland steht Suarez rechtsphilosophischer Traktat De Legibus (Über das Gesetz). Der in lateinischer Sprache verfasste, 10 Bände umfassende Traktat, der 1613 abgeschlossen wurde, ist das letzte große Werk des Jesuiten, der als einer der Begründer neuzeitlichen Denkens gilt .

Professor Norbert Brieskorn SJ, der an der Jesuitenhochschule Sozial- und Rechtsphilosophie lehrt, äußerte in einem vorab veröffentlichten Exposee, der Traktat gehöre zu den „historisch einflussreichsten und bedeutendsten rechtsphilosophischen Programmtexten der frühen Neuzeit“. Er habe maßgeblich vor allem die systematischen Debatten der politischen Philosophie des 17. Jahrhunderts mit bestimmt. Einer der Schwerpunkte der Tagung werde eine Rekonstruktion des gesamten Traktat-Textes sein. Dies ermögliche die Wahrnehmung auf den gesamten Argumentationsverlauf des Werkes, dem weder in der Forschung zur spanischen Spätscholastik noch in der Geschichte der politischen Philosophie der Neuzeit und erst recht nicht im Kontext einer systematischen Rechtsphilosophie der Stellenwert zugewiesen werde, der ihm zukomme. Brieskorn, Autor zahlreicher wissenschaftlicher Veröffentlichungen über das Werk von Suarez, hat die Fachtagung gemeinsam mit dem Suarez-Forscher Gideon Stiening organisiert und vorbereitet. (wr)

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