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Suche nach einem Ausweg aus der Sackgasse

Perspektiven für Klima- und Entwicklungspolitik: Diskussion mit Wissenschaftlern in Münchner Kammerspielen

 

München, 20.1. (HfPh) Notwendige Perspektiven für eine globale wie gerechte Klima- und Entwicklungspolitik wollen Wissenschaftler verschiedener Fachrichtungen am kommenden Sonntag, 24. Januar (11 Uhr), in München bei einer Diskussionsveranstaltung in den Münchner Kammerspielen vorstellen und offensiv vertreten. Nachdem bei der UN-Klimakonferenz von Kopenhagen im Dezember vergangenen Jahres keine völkerrechtlich verbindliche Verringerung der Treibhausgasemissionen beschlossen wurde, wollen die Wissenschaftler nicht resignieren, sondern die aus ihrer Sicht notwendigen Maßnahmen darstellen.

Die Erde steht Kopf – Für eine Weltrisikogemeinschaft. Unter dieses programmatische Motto ist die unter anderem von der Allianz Kulturstiftung und der Münchener Rück Stiftung getragene Veranstaltung gestellt. Unter der Leitung des Physikers und Fernsehmoderators Harald Lesch diskutieren Professor Ottmar Edenhofer, Direktor und Chefökonom des Potsdam Instituts für Klimafolgenforschung, das die Bundesregierung in klimapolitischen Fragen berät, der Klimaforscher Saleemul Huq aus Bangladesh, der die Regierungen armer Entwicklungsländer in Klimafragen wissenschaftlich berät und Professor Johannes Wallacher, der an der Hochschule für Philosophie der Jesuiten in München Sozialwissenschaften und Wirtschaftsethik lehrt.

Wallacher sagte im Vorfeld der Veranstaltung, nach dem Scheitern der Konferenz von Kopenhagen müsse „jetzt erst Recht ein Weg aus der Sackgasse“ gefunden werden. Man dürfe die Politiker nicht aus ihrer Verantwortung entlassen. Die dringende Forderung bleibe auf dem Tisch, die „Gerechtigkeitslücken“ in der internationalen Klimapolitik endlich zu schließen. Die dramatischen Auswirkungen des Klimawandels auf die Armen in den Entwicklungsländern verlangten eine Kurskorrektur in der Klima- und Entwicklungspolitik der Industriestaaten. Die Industriestaaten seien die Hauptverursacher des Klimawandels, die Armen in den Entwicklungsländern dagegen besonders stark von seinen schädlichen Folgen betroffen.

Das PIK und das Institut für Gesellschaftspolitik der Münchner Jesuitenhochschule hatten dazu bereits vor einem Jahr erste Ergebnisse eines seit 2007 laufenden Forschungsprojekts vorgelegt, das den Zusammenhang von Klimawandel und Armut untersucht. In dem vorgelegten Dossier heißt es unter anderem, globaler Klimaschutz lasse sich nur erreichen, wenn die Industriestaaten den Entwicklungsländern ein faires Angebot machten, das deren Interessen berücksichtige. Das Projekt, das noch in diesem Jahr abgeschlossen werden soll, wurde von dem seit Jahrzehnten in der Entwicklungszusammenarbeit tätigen katholischen Hilfswerk Misereor und der Münchener Rück Stiftung in Auftrag gegeben. (wr)

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