Wissenschaftler diskutieren zu „Sexualität und Liebe“
Zweite Veranstaltung der Reihe „Aspekten der Sexualität“ an der Hochschule
München, 23.11.2010 (HfPh) Im Rahmen der öffentlichen Veranstaltungsreihe „Aspekte der Sexualität“ der Hochschule für Philosophie der Jesuiten in München behandeln Wissenschaftler verschiedener Fachrichtungen am Mittwoch, 24. November, das Thema „Sexualität und Liebe“. In der Aula der Hochschule diskutieren ab 19.30 Uhr die Romanistin und Kulturwissenschaftlerin Barbara Vinken, Professorin für französische sowie für allgemeine und vergleichende Literaturwissenschaft, der Schweizer Theologe Stephan Leimgruber, Professor für Religionspädagogik, beide Universität München, und der Präsident der Hochschule Michael Bordt SJ, Professor für Philosophische Anthropologie, Ästhetik und Geschichte der Philosophie.
Die Diskussion ist die zweite von vier Veranstaltungen der Reihe „Aspekte der Sexualtität“. Die interdisziplinären Debatten sollen die vielfach in Kirche und Gesellschaft bei diesem Thema anzutreffende Sprachlosigkeit überwinden helfen und dazu eine wissenschaftliche Vertiefung anbieten, wie der Präsident der Hochschule, Professor Michael Bordt SJ, betont: „Die erschütternden Missbrauchsfälle, die es auch im Jesuitenorden gab, haben in den letzten Monaten zu einer breiten öffentlichen Debatte unter anderem über Verantwortung und Ursachen geführt. Nur einen Aspekt, der uns allerdings eine ganz wesentliche Voraussetzung zum Gelingen dieser vielschichtigen Diskussion zu sein scheint, wollen wir mit unseren vier Dialogforen aufgreifen: Die immer wieder diagnostizierte Hilflosigkeit, wenn es darum geht, angemessen über Sexualität zu sprechen. Nicht nur innerhalb der Kirche, auch innerhalb unserer Gesellschaft ist das Sprechen über Sexualität nach wie vor ein Tabuthema. Mit den vier Schwerpunkten der Abende beanspruchen wir keinesfalls, die ganze Breite des Themas abdecken zu können. Aber wir möchten einen Anfangspunkt setzen, an den sich dann weitere Diskussionen anschließen können“. (cs)
