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Einblicke in Evolutionstheorie und Epigenetik

Hochschule veranstaltet Vorträge mit dem Deutschen Museum München

Im Rahmen der Reihe „Wissenschaft für jedermann“ veranstaltet des Deutsche Museum München gemeinsam mit dem Institut für naturwissenschaftliche Grenzfragen der Hochschule für Philosophie der Jesuiten in München im Januar zwei Vorträge zu aktuellen Fragen von Evolutionstheorie und Epigenetik. Den Anfang macht Prof. Dr. Gerd Müller vom Department für Theoretische Biologie der Universität Wien sowie dem Altenberger Konrad Lorenz Institut für Evolutions- und Kognitionsforschung am Mittwoch, 12. Januar. Er spricht zum Thema „Die Erweiterte Synthese der Evolutionstheorie“.

Seit der Begründung der Synthetischen Theorie der Evolution vor mehr als 70 Jahren haben die Biowissenschaften enorme Fortschritte auf verschiedenen Gebieten erfahren. Bei der Flut neuer Forschungsergebnisse wird oft übersehen, dass sich besonders unter dem Einfluss der evolutionären Entwicklungsbiologie (Evo-Devo) und einer Reihe weiterer konzeptioneller Innovationen auch die Standardtheorie der Evolution signifikant verändert hat. Die Erweiterte Synthese integriert diese Konzepte und erhöht den Erklärungsgehalt der Evolutionstheorie.

Am Mittwoch, 19. Januar, behandelt Dr. Philipp Korber, Mitarbeiter des Adolf-Butenandt-Instituts der Ludwig-Maximilians-Universität München im Bereich Molekularbiologie, das Thema „Epigenetik: Überstrukturen unserer Gene. Ist DNA-codierte Information nur die halbe biologische Wahrheit?“.

In der klassischen Vererbungslehre, der Genetik, steht das DNA-Molekül im Mittelpunkt. In dieser Sicht wird vor allem die DNA zwischen den Generationen übertragen und codiert letztlich die meiste, wenn nicht alle biologische Information. Das rasant wachsende Forschungsgebiet der Epigenetik hingegen untersucht molekulare Strukturen »auf« der DNA, die auf die Regulation der Gene wirken und ebenfalls vererbbare Informationsträger sein können. Die veränderte Sichtweise der Epigenetik wirft eine Reihe von Fragen auf: Beschreibt sie einen »zweiten Code« neben der DNA? Sind epigenetische Mechanismen zudem flexibler als die der DNA und können stärker von unserer Umwelt und von unseren Erfahrungen beeinflusst werden? Können wir die Epigenetik selbst steuern? Erleben wir also eine »Revolution in der Molekularbiologie« oder sind das nur neue Federn auf einem alten Hut?

Die Veranstaltungen beginnen jeweils 19.00 Uhr im Ehrensaal des Deutschen Museums. Bereits ab 18.00 Uhr können Interessierte an der Abendkasse Karten zum Preis von 3 Euro kaufen. Reservierung sind am Montag, Dienstag und Mittwoch vor dem jeweiligen Vortrag von 9.00 bis 16.00 Uhr möglich (Tel.: 089/2179-221). (cs)

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