Erbe und Auftrag der Religionsphilosophie Bernhard Weltes
Prof. Juan Carlos Scannone im Dialog mit den Ansätzen Weltes und Marions
München, 16.5.2011 (HfPh) Die philosophische Frage nach der Religion hat sich nicht zuletzt durch die von Edmund Husserl und Martin Heidegger ausgehende Phänomenologie entscheidend verändert. Große Bedeutung in der Entwicklung der Religionsphänomenologie kommt dem Freiburger Philosophen Bernhard Welte zu, der sie mit der klassischen Metaphysik ins Gespräch brachte. In einem Vortrag unter dem Titel „Erbe und Auftrag der Religionsphilosophie Bernhard Weltes. Ein Dialog mit dem phänomenologischen Ansatz Jean-Luc Marions“ am Freitag, 20. Mai, 19.30 Uhr, in der Aula der Hochschule für Philosophie der Jesuiten in München (Kaulbachstraße 31) setzt sich der argentinische Philosoph Prof. Dr. Juan Carlos Scannone SJ mit dem Denken Weltes auseinander. Im Vergleich mit dem religionsphänomenologischen Ansatz des Franzosen Jean-Luc Marion macht Scannone das Erbe Weltes für die gegenwärtige Religionsphilosophie besser begreifbar.
Juan Carlos Scannone wurde 1931 in Buenos Aires geboren, trat 1949 in den Jesuitenorden ein und promovierte 1967 an der Universität München in Philosophie. Er lehrt Philosophie an der Philosophischen und Theologischen Fakultät der Jesuiten in San Miguel bei Buenos Aires, deren Rektor er lange Zeit war. Bis 2010 war er zudem Dekan der Philosophischen Fakultät San Miguel. Scannone hat sich intensiv mit Fragen der Befreiungsphilosophie in Lateinamerika auseinandergesetzt und ist ein herausragender Kenner religionsphilosophischer Themen. Neben zahlreichen Gastprofessuren in Europa ist er Mitglied der Europäischen Akademie der Wissenschaften und Künste. (cs)
