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Neue Supermacht in einer globalisierten Welt

Vortrag zu ethischen Perspektiven auf Wirtschaft, Politik und Kultur Chinas

München, 29.3.2011 (HfPh) Unter dem Titel „Den Tanzschritt mit China finden. Ethische Perspektiven auf Wirtschaft, Politik und Kultur für ein gelungenes Miteinander“ gibt der seit 1998 in Peking tätige Wirtschaftsethiker Prof. Dr. Stephan Rothlin SJ am 11. April 2011 in der Münchner Hochschule für Philosophie Einblick in Wirtschaft, Politik und Kultur des Exportweltmeisters. Aus seiner Erfahrung vor Ort berichtet der Jesuit über den wirtschaftlichen Fortschritt und seine Auswirkungen auf Arbeits- und Lebensbedingungen der Bevölkerung wie auch auf die Umwelt.

Der öffentliche Vortrag findet im Rahmen des Vortragsprogramms der Hochschule für Philosophie der Jesuiten statt. Er wird veranstaltet von dem im Oktober 2010 neu errichteten Lehrstuhl für Praktische Philosophie mit Schwerpunkt Völkerverständigung der Angela und Helmut Six Stiftung für Völkerverständigung. Der öffentliche Vortrag beginnt um 19.30 Uhr und findet in der Hochschule für Philosophie statt (Kaulbachstraße 31).

2010 ist die Wirtschaft in China um rund 10,5 Prozent gewachsen. „China ist eine neue Supermacht, welche außerhalb ihrer Grenzen immer noch recht unbekannt ist“, betont Rothlin. In seinem Vortrag wird er besonders darauf eingehen, wie die Umsetzung wirtschaftsethischer Perspektiven in den Bereichen Arbeitsrecht, Umweltschutz und Korruptionsbekämpfung einen positiven Einfluss auf die dynamische Entwicklung Chinas ausüben kann. So kritisiert Rothlin etwa, dass Unternehmen sich in ihren Stammländern mit ethischen Gütesiegeln in den Medien präsentieren, während sie in Ländern wie China gleichzeitig vor dem Missbrauch von Arbeitern und Umwelt die Augen verschließen. Für ein friedliches und gerechtes Miteinander im globalen Zeitalter wird China eine ganz wesentliche Rolle spielen.

Rothlin ist Generalsekretär des 2004 an der Universität für Internationalen Handel und Ökonomie in Peking gegründeten Zentrums für Internationale Wirtschaftsethik (CIBE). Es wird unter anderem vom Hilfswerk Misereor, der Konrad-Adenauer-Stiftung und der Hanns-Seidel-Stiftung unterstützt. Darüber hinaus ist er involviert in Kampagnen von Nicht-Regierungsorganisationen, die auf die Verbesserung von Arbeitsbedingungen in China abzielen. Nachhaltige Wirkung hatte etwa eine Kampagne der kirchlichen Schweizer Hilfswerke Fastenopfer und Brot für alle in der Schweiz im Einsatz für bessere Arbeitsbedingungen in den Zulieferfirmen der Unternehmen Acer, HP, Dell und Fujitsu-Siemens in China. (cs)

Im Rahmen der Veranstaltung sind Vertreter der Presse herzlich eingeladen, Interviews mit Professor Rothlin zu führen.
Anfragen richten Sie bitte an Dr. Michael Reder: 089-23 86 23 57, presse@hfph.de

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