Vom Verpflichtungscharakter der Moral
Prof. Dr. Ursula Wolf hält Vortrag in der Hochschule für Philosophie
München, 20.5.2011 (HfPh) Der Begriff der moralischen Verpflichtung ist der vielleicht zentralste Aspekt im philosophischen Denken über Ethik. Seit der Antike ist er Gegenstand einer kontroversen und spannenden Debatte unter Philosophen. Kaum jemand hat sich so eingehend und kompetent mit dem Thema auseinandergesetzt, wie die Mannheimer Professorin Dr. Ursula Wolf. In einem Vortrag mit dem Titel „Vom Verpflichtungscharakter der Moral“ in der Aula der Hochschule für Philosophie der Jesuiten in München (Kaulbachstraße 31) am Montag, 23. Mai, 19.30 Uhr, beleuchtet sie das Thema und sucht Antworten auf zentrale ethische Fragen. Haben moralische Gründe und Pflichten einen Vorrang vor unserem Streben nach einem glücklichen, gelungenen Leben? Oder konkurrieren sie gar mit ihnen? Eines ist klar: Die Antworten auf diese Fragen haben große Auswirkungen auf die Beurteilung kontrovers diskutierter moralischer Fälle.
Ursula Wolf wurde 1951 in Karlsruhe geboren. Sie studierte Philosophie und Klassischen Philologie in Heidelberg, Oxford und Konstanz. 1978 promovierte sie in Heidelberg und habilitierte 1983 an der Freien Universität Berlin, wo sie lange Jahre lehrte. Sie ist Professorin für Philosophie in Mannheim und arbeitet neben Antiker Philosophie und dem Problem des moralischen Sollens auch zum Thema Tierethik.
