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Wenn Philosophie Leben rettet

Gespräch mit Bestseller-Autor Walter Kohl

München, 7.6.2011 (HfPh) Der Volkswirt und Historiker Walter Kohl und Prof. Dr. Michael Bordt SJ, der Präsident der Hochschule für Philosophie, diskutieren bei einer Veranstaltung der Hochschule für Philosophie der Jesuiten in München gemeinsam über das Thema: „Wenn das Leben an einem seidenen Faden hängt: Philosophie und Wege aus der Krise“. Das von dem Fernsehmoderator und Unternehmer Dr. h.c. Erich Lejeune geleitete Gespräch findet am 9. Juni um 19.30 Uhr in der Aula der Hochschule (Kaulbachstraße 31) statt.

Die vom ältesten der zwei Söhne von Altbundeskanzler Helmut Kohl verfasste Autobiografie wird Grundlage des Gespräches sein. Das zu Beginn dieses Jahres erschienene Buch mit dem Titel „Leben oder gelebt werden: Schritte auf dem Weg zur Versöhnung“ stand wochenlang in der ersten Reihe der Bestsellerlisten. Die öffentliche Rezeption des Buches war außerordentlich. Der Autor schildert mit großer persönlicher Offenheit seinen vor allem in der Jugend als „Sohn vom Kohl“ von Stigmatisierung und Fremdbestimmung geprägten Weg hin zu einem eigenen Leben. In der Auseinandersetzung mit der Philosophie der Stoa und dem wissenschaftlichen Werk des Psychoanalytikers Viktor E. Frankl hat Walter Kohl nach eigener Darstellung seine Lebenskrise überwinden und im Konflikt mit seinem Vater, der sich „vollständig“ von ihm losgesagt habe, einen Weg der Versöhnung einschlagen können. Der philosophische Hintergrund und die starke Betonung des Versöhnungsgedankens in der Autobiografie seien für die Hochschule der entscheidende Impuls für die Diskussion mit dem Bestsellerautor, sagte Präsident Bordt, der seinen Schwerpunkt im Gespräch auf den Zusammenhang von Lebenskrisen, Versöhnung und menschlicher Identität legen wird. (wr)

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