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Wirtschaftsethiker zum Präsidenten der Hochschule für Philosophie gewählt

Johannes Wallacher soll Amt des Präsidenten von Michael Bordt übernehmen

München, 31.1.2011 (HfPh) Der Senat der Hochschule für Philosophie München hat den Wirtschaftsethiker Prof. Dr. Dr. Johannes Wallacher zum neuen Präsidenten der Hochschule gewählt. Der 44-jährige soll am 1. September 2011 das Amt übernehmen. Die Ernennung erfolgt durch den Generaloberen der Jesuiten, Adolfo Nicolás, vorbehaltlich der Zustimmung durch die Kongregation für das katholische Bildungswesen in Rom, die satzungsgemäß bei allen neu gewählten Präsidenten eingeholt werden muss.

Wallacher, der katholisch und verheiratet ist und drei Kinder hat, soll damit die Nachfolge von Prof. Dr. Michael Bordt SJ antreten. Mit diesem Votum hat der Senat der Hochschule einen renommierten Wirtschaftsethiker gewählt. Er ist seit 1995 an der Hochschule für Philosophie, seit 2006 Professor für Sozialwissenschaften und Wirtschaftsethik und langjähriges Senatsmitglied.

Wallacher und der gesamte Senat dankten Bordt für sein großes Engagement in den vergangenen sechs Jahren. Er habe die Hochschule in vielen Kreisen der Gesellschaft bekannt gemacht und sich unermüdlich für die Institution eingesetzt, so Wallacher. „Ich sehe meine zukünftige Arbeit als Präsident in Kontinuität zu diesem Engagement für eine ausgezeichnete Lehre und Forschung und für eine konsequente Öffnung der Hochschule in die Gesellschaft, Wirtschaft und Politik“. Ein weiterer Schwerpunkt werde die enge Zusammenarbeit mit kirchlichen Institutionen sein. Der bis zum kommenden Wintersemester amtierende Präsident ist mit der Wahl seines Nachfolgers sehr zufrieden. „Mehr denn je hat die Philosophie die Aufgabe, ihren Beitrag zur Bewältigung der globalen wirtschaftlichen, kulturellen und religiösen Herausforderungen zu leisten“, betont Bordt. „Ich freue mich sehr darüber, wenn wir mit Prof. Wallacher einen Wirtschaftsethiker als Präsidenten bekommen und so gemeinsam konsequent den Weg weitergehen können, den wir in den letzten Jahren beschritten haben.“

Michael Bordt wird auch in Zukunft die Öffnung der Hochschule entscheidend mitbestimmen. Er wird ab dem kommenden Wintersemester Vorsitzender des Vorstands der Stiftung der Hochschule für Philosophie. Geplant ist ferner die Einrichtung eines neuen Instituts der Hochschule, das sich sowohl in Forschung und Lehre als auch durch Beratung und Begleitung von Führungskräften mit Fragen von Leadership auseinandersetzt, und dessen Vorstand Michael Bordt sein soll. Durch das neue Institut, dessen Gründung für die zweite Jahreshälfte geplant ist, werde die Hochschule nochmals neue Akzente setzen: „Unsere Expertise in der Verbindung von Wissenschaft, vor allem von Ethik, und Leadership-Ausbildung in der Tradition des Jesuitenordens wollen wir für Führungskräfte in Wirtschaft, Politik und Kirche fruchtbar machen“, so Bordt.

Prof. Dr. Dr. Wallacher studierte Wirtschaftsingenieurwesen an der Universität Karlsruhe und wurde 1994 dort promoviert. 1999 folgte eine zweite Promotion zum Dr. phil. mit einer Arbeit zur nachhaltigen Wassernutzung. Seit 2000 ist er Mitarbeiter am Institut für Gesellschaftspolitik, das an der Hochschule angesiedelt ist. In den vergangenen Jahren hat er sich durch verschiedenste Veröffentlichungen, Vorträge und Tagungen einen Namen zu Fragen der Wirtschaftsethik, Entwicklungspolitik und ethischen Themen der Globalisierung gemacht. Sein neuestes Buch „Mehrwert Glück“ erscheint im März dieses Jahres.

Wallacher ist zudem seit vielen Jahren als Berater in der Deutschen Bischofskonferenz tätig. Seit 2002 ist er Mitglied und seit 2008 Vorsitzender der Sachverständigengruppe „Weltwirtschaft und Sozialethik“ der Wissenschaftlichen Arbeitsgruppe für weltkirchliche Aufgaben der Deutschen Bischofskonferenz. Seit 2004 ist er Mitglied der Deutschen Kommission Justitia et Pax und Moderator ihres Sachbereichs Entwicklung. (mr)

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