Albert Keller SJ spricht über sein Leben
Ein wortgewaltiger Hochschullehrer und Prediger - Zwei seiner Bücher jetzt neu aufgelegt
München, 30. April (HfPh). Der Theologe und Philosoph Albert Keller SJ (78) spricht im Fernsehen über sein Lebenswerk als Wissenschaftler, Sprachforscher und lebensnaher Verkünder des christlichen Glaubens. Dem Münchner Unternehmer und Fernsehmoderator Erich Lejeune hat jetzt der von einer schweren Erkrankung gezeichnete Jesuit und Hochschullehrer in der ihm eigenen persönlichen Weise seine Lebensgeschichte erzählt. Das einstündige Interview wird am kommenden Samstag, 1. Mai bei münchen.tv um 20.15 und noch einmal um 23.00 Uhr ausgestrahlt. Wiederholt wird die Aufzeichnung am Sonntag, 2. Mai, um 9.45 und um 14.15 Uhr.
Viele Studierende der Hochschule für Philosophie der Jesuiten in München hat Keller als Professor für Erkenntnistheorie und Sprachphilosophie geprägt. Er leitete von 1976 bis 1980 das Institut für Kommunikationsforschung und die Medienarbeit der Hochschule und war von 1970 bis 1976 Rektor der Hochschule. Auch nach seiner Entpflichtung im Jahre 2000 gehört er zu deren Lehrkörper.
Der wortgewaltige Prediger in der Münchner Jesuitenkirche St. Michael ist über Jahrzehnte hinweg für viele Menschen zu einer anziehenden und wegweisenden Persönlichkeit geworden. Er weicht unbequemen Fragen an Glaube und Kirche wie auch an Gesellschaft und Politik nicht aus, sondern stellt sich ihnen mit Mut und Offenheit.
Soeben sind zwei der zahlreichen wissenschaftlichen Veröffentlichungen Professor Kellers wieder neu aufgelegt worden. In der 1994 erstmals veröffentlichten Studie Philosophie der Freiheit stellt er die Grundstruktur der menschlichen Person und der individuellen Freiheit umfassend dar. In dem Buch Zeit – Tod – Ewigkeit, das 1981 erstmals erschien, geht es ihm um die christliche Einstellung zu Gegenwart, Vergangenheit und Zukunft, zu Sterben und Tod und zur Sicht des Glaubens „auf das, was danach folgt“. Beide Bücher sind jetzt im Arcos Verlag Landshut neu erschienen. (wr)
