Die finanzielle Lage der Hochschule
Hintergrundinformationen zur finanziellen Situation der Hochschule für Philosophie und des Jesuitenordens in Deutschland
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Die Finanzsituation der Hochschule
Der Haushalt der Hochschule für Philosophie beträgt rund 2 Mio Euro jährlich. Im Jahr 2008 haben wir einen Zuschuss des Bayerischen Staatsministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kunst von 295.000 Euro und einen Zuschuss des Verbandes der Diözesen Deutschlands von rund 153.000 Euro. Wir erhalten keine Kirchensteuer. Rund 290.000 Euro bekommen wir bisher durch Gebühren und Studienbeiträge, durch Spenden und Einnahmen (Honorare usw.) der Professoren erhalten wir noch einmal rund 100.000 Euro. Diesen rund 840.000 Euro Einnahmen stehen 1.16 Mio Euro gegenüber, die der Jesuitenorden für die Hochschule jedes Jahr aufbringen muss. Dieser Betrag kann in Zukunft nicht mehr in der Höhe geleistet werden.
Die Finanzsituation des Jesuitenordens in Deutschland
Ein wichtiger Grund dafür, dass der Jesuitenorden die Hochschule auf Dauer nicht in der Höhe wird unterstützen können, ist die zunehmende Überalterung des Ordens, denn jeder zweite Jesuit in Deutschland ist über 65. Das bedeutet: Immer weniger Jesuiten sind in der Lage, selbst Geld zu verdienen und damit diejenigen, die nicht mehr arbeiten können, zu unterstützen; wir rechnen, dass mit einem Jesuiten, der eine bezahlte Arbeit hat, die Lebensausgaben für vier weitere Jesuiten gedeckt werden können. So waren 2003 noch 83 Jesuiten angestellt, zwei Jahre später nur noch 73. Zwar können damit die Lebensunterhaltskosten der Jesuiten, auch der älteren, gedeckt werden, dem Orden fehlt es aber zunehmend an Geld, um die einzelnen Arbeiten der Jesuiten zu unterstützen. Das trifft die Hochschule, in der 17 Jesuiten arbeiten, besonders hart: Ein Jesuit, der an der Hochschule arbeitet, verdient nichts, sondern kostet den Orden etwas - sein Lebensunterhalt muss vom Orden finanziert werden.
